Die Berliner Designerin Esther Perbandt gründete 2004 ihr gleichnamiges Label und eröffnete vor gut einem Jahr einen Laden in der Almstadtstraße 3 in Berlin Mitte.

Hallo Esther! Vielen Dank, dass Du dir für dieses Interview Zeit genommen hast.
Wie hast du dein Label aufgebaut?
Ich habe zuerst in verschiedenen Ateliers gearbeitet, zwischendurch auch mal 1 1/2 Jahre zu Hause, dann wieder in einem anderen Atelier und seit letztem Jahr hier (im Laden).
Wo hast du deine Sachen verkauft, als Du noch keinen Laden hattest?
Auf Messen in Paris und Berlin. Also auch schon weltweit.
Warum hast du dich entschlossen, ein eigenes Label zu gründen?
Weil ich damals in Berlin bleiben wollte. Ich habe 2 1/2 Jahre in Frankreich gearbeitet und wollte aber gerne wieder nach Berlin zurück. Natürlich wollte ich im Modebereich arbeiten, aber es war damals noch stärker als heute klar, dass es nicht viele Jobs in diesem Bereich hier in Berlin gibt. Deshalb war es fast ein bisschen ein Selbstläufer, dass ich gesagt habe, ok, dann muss ich vielleicht was Eigenes versuchen.
Was hast du vorher gemacht? Welche Ausbildung hast du gemacht? Wo hast du gearbeitet?
Ich habe an der UDK, damals HDK, studiert und da das Diplom gemacht. Danach hab ich den European Master of Fashion and Textile Design gemacht, ein europäisches Projekt/Programm, was auch fast 15 Monate geht. Man studiert ein paar Monate an der Heimatuni und ein paar an einer teilnehmenden anderen Uni. Ich war 3 Monate in Utrecht und dann wieder 3 Monate zurück, die Kollektion fertig machen. Zum Schluss treffen sich alle, die an dem Zyklus teilgenommen haben, in Paris und machen dort den Abschluss, den Master. Der Abschluss war am IFM, dem Institute Française de la Mode, in Paris.
Diese Schule hat auch noch ein einjähriges Studium angeboten, was eher auf einem Post Graduates Niveau ist; das habe ich auch noch drangehängt. Also war ich ein Jahr und 3 Monate in Paris.
Danach bin ich von Paris aus nach Südfrankreich gegangen, weil ich dort ein Jobangebot hatte. Ich habe 15 Monate in Südfrankreich gearbeitet, bei der französischen Firma Chacoq. Kennt man nicht so in Deutschland, ist eher in Frankreich sehr bekannt. Die wollten ein komplettes Re-Design haben damals, und haben das Design-Team ausgetauscht. Und da war ich eben Teil davon. Ich habe dort ca 14/15 Monate gearbeitet und bin dann von dort aus wieder zurück nach Berlin.
Und dann fing das schon an mit dem Label.
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