„Shadows“ vs. „Nobody is Perfect“

24/02/2010

Semesterprojekte in der Kultbox

Am 13. Februar war in der Kultbox in Prenzlauer Berg eine Modenschau des vierten Semesters der HTW.
Die Themen der zwei Semestergruppen lauteten: “Shadows” und “Nobody is Perfect”.
Während der Shows wurden Inspirationsbilder zu den einzelnen Themen per Beamer begleitend an die Wand projiziert.
Bei dem Thema „Shadows“ bestanden die Outfits aus einer Hülle und einem Unterteil, was sehr aufwendig und hochwertig verarbeitet wurde. Die Kollektion war hauptsächlich in schwarz und grau gehalten.
Bei dem Thema „Nobody is Perfect“ wurde sehr experimentell gearbeitet. Außergewöhnliche Materialien wurden sehr kreativ und interessant kombiniert. Auch hier wurde viel in schwarz und grau gearbeitet, jedoch mit heraus stechenden Farbakzenten, wie pink und orange.
Die Bude war voll, trotz 4 Euro Eintritt. Die Models wurden vom Publikum angefeuert und die Stimmung war ausgelassen. Der Grund hierfür war die Tatsache, dass die Models zwischen den Gästen ihren Laufsteg fanden. Nach der Show wurden die erfolgreichen Kollektionen zu elektronischer Musik gefeiert.
Es war ein durch und durch gelungener Abend.
Text: L.S.

„Shadows“

24/02/2010

Semestermodell aus der Kollektion „Shadows“

Der von uns bereits gefeaturete HTW-Student Chris Radtke (Kommunikations-Design) machte auch diese Fotos des Semestermodells von Merle Schewe.
Das Outfit entstand zu dem Thema „Shadows“ im vierten Semester bei Frau Prof. Petra Skupin im Fach Kollektionsgestaltung.

Erasmus in Amsterdam

24/02/2010

Justina Horn und Mona Al-Shaalan haben gerade ein Auslandssemester am AMFI (Amsterdam Fashion Institute) in Amsterdam verbracht. Im folgenden Interview könnt ihr erfahren, wie es ihnen dort ergangen ist.

Könnt Ihr  uns schildern, wie die Bewerbung fürs Auslandssemester eigentlich abläuft?
MONA: Man geht am besten in das Büro von Frau Röhr in der Treskowallee 8, da sie für die Auslandssemester zuständig ist. Von ihr bekommt man die nötigen Formulare, die man ausfüllen muss. Den Rest organisiert die Uni. Ach und man sollte vorher den English Preparation Kurs für den IELTS Test machen… Man braucht nämlich noch einen Nachweis, dass man auch auf Englisch studieren darf.

JUSTINA: Ja. Am besten, man unterzieht sich erstmal einer ausgiebigen Beratung von Frau Röhr. Dann kommt man mit einem Ordner voll wichtiger Informationen und Werbung nach Hause und kann sich schlau machen. Generell ist es aber doch recht einfach, wenn man sich für eine der Partnerunis entscheidet. Wichtig ist nur, früh genug zu planen, bereits die benötigten Sprachkurse zu machen und eine Mappe parat zu haben. Bei den Selbstorganisierern kenn ich mich nicht aus, ich weiß nur, dass einem da keiner helfen kann.

Wie gefällt euch die Uni in Amsterdam und welche Unterschiede konntet ihr zwischen der AMFI und der HTW feststellen?
MONA: An der AMFI ist es viel härter und anstrengender. Man hat kaum Freizeit und schläft wenig. Außerdem bekommt man auch viel schlechtere Noten als in Berlin. Aber trotzdem habe ich hier ziemlich viel gelernt – vor allem was das selbstständige Arbeiten angeht. Ich brauche keine Lehrer mehr, die mich unterstützen und mir was erklären… Ich mach einfach… Dafür ist es aber auch chaotischer hier. Und das nervt. Von Organisation verstehen die Niederländer nichts!

JUSTINA: Dadurch, dass die Niederländer schon mit 17 ihr ,,Abi“ haben, fangen sie auch früher an zu studieren. Ich habe die Theorie aufgestellt, dass es daher kommt, dass die Unis hier sehr viel verschulter sind.

Wie kompetent sind die Lehrkräfte?
MONA: Einige sind total fehl am Platz – aber das ist ja meist überall so. Es gibt aber auch ein paar tolle Lehrer, die auch vorher tolle Jobs gemacht haben, sehr interessante Leute. Aber vor allem sind die Lehrkräfte viel jünger als an der HTW. Das finde ich besonders gut!
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Studienfahrt nach Paris

24/02/2010

Hinter den Kulissen der Pariser Staatsoper

Im Rahmen unserer Studienfahrt nach Paris im Winter 2009, haben Wir die Möglichkeit bekommen einen Blick hinter die Kulissen der Pariser Oper,  „Opéra Garnier“ zu werfen.

Die Opéra Garnier ist eines der zwei Pariser Opernhäuser. Sie wurde 1875 eröffnet und liegt im 9.Arrondisement, am rechten Seineufer. Seit der Eröffnung der Opéra Bastille, 1989, wird die  Opéra Garnier hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles genutzt.

Mit einer Fläche von 11.237 Quadratmetern ist die  Opéra Garnier das größte Theater der Welt. Vor Ort durften Wir uns von der großartigen Gestaltung des Festsaales, des Foyers und nicht zuletzt von den riesigen Kostümwerkstätten und dem Kostümfundus dieses geschichtsträchtigen Gebäudes überzeugen lassen. In den Nähwerkstätten  verschlug es uns das erste Mal die Sprache, als wir Massen an Tutus mal an der Decke hängend, gerade noch in Arbeit, oder auf Schneiderpuppen platziert, entdeckten Soviel Tüll, Perlen, Stickereien und liebevollste Handarbeit hatten Wir selten gesehen. Jeder Tänzer, sagte man uns, hätte sein eigenes, auf seinen  Körper maßgeschneidertes Ballettkostüm, welches in stundenlanger Handarbeit ausgearbeitet wird.
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Interview: Prof. Petra Skupin

24/02/2010

„Jeder Studierende sollte im Studium herausfinden, wo seine Stärken liegen.“

Hallo Frau Professor Skupin, mögen Sie es denn überhaupt, mit Frau Professor angesprochen zu werden?
Skupin: Ja ich mag es schon, aber es ist nicht zwangsläufig notwendig, dass der Titel genannt wird. Ich denke, ein Titel steht für Fähigkeiten und auch für Autorität und diese Kriterien sollten besser auf einem anderen Weg deutlich werden, z.B. über Leistungen.

Welche Fächer lehren Sie?
Skupin: Meine Hauptfächer sind Kollektionsgestaltung und Modellentwurf. Ich habe auch schon Gestaltungs-lehre, Darstellungstechniken und Aktzeichnen unterrichtet. Die Betreuung von Diplom- und Bachelorarbeiten sowie das Bachelorseminar gehören auch zu meinen Aufgaben.

Durch welche Umstände sind sie zur Mode gekommen?
Skupin: Der Urgroßvater war Schneidermeister, die Urgroßmutter hat auch mitgenäht. Die Tradition wurde in der Familie weitergegeben. Ich habe schon als Kind bei meiner Großmutter an der Nähmaschine gesessen und es geliebt, alte Kleider anzuprobieren… so wurde ich frühzeitig beeinflußt. Nach dem Abitur habe ich nach Studienmöglichkeiten gesucht. Studieninformationen gab es wenig. Ich bin dann von der Kleinstadt nach Berlin gefahren und habe mich umgeschaut. Eine der wenigen Möglichkeiten, Modedesign zu studie-ren, fand ich an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Ich habe mich dann beworben und wurde auch angenommen.

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Tamotsu Kondo

10/02/2010

Tamutso Kondo mit der von ihm entwickelten Schneiderpuppe "Spur".

Wo und wann sind sie geboren?
1965 in Japan

Wo und wann haben sie studiert?
Ich habe in Tokio studiert in dem Fashion College Bunka, ich war dort vier Jahre.
Ich habe mit 18 angefangen und mit 22 aufgehört.
Modedesign ist in Japan ein sehr beliebtes Studienfach, viele Männer studieren das sogar.
Ich habe damals mit 20 000 Studenten studiert und davon waren 1/3 Jungs.
Drapieren war in der Schule eine Pflicht und es hat mir auf Anhieb Spaß gemacht.
Jedes Jahr gab es in der Uni einen Drapier Wettbewerb, den ich mit 21 Jahren gewann.

Wie sind sie zu Mode gekommen?
Es war ein zufälliges Glück im Unglück. In Japan gibt es ein anderes Schulsystem, da muss
Man mit 17 Jahren entscheiden wo man studieren möchte und eine Aufnahmeprüfung absolvieren. Wenn man diese Prüfung nicht mitmacht, hat man kein Studienplatz, egal welche Studienrichtung. Ich wollte an verschiedenen Prüfungen teilnehmen, da passierte mir ein paar Tage davor ein schwerer Verkehrsunfall und daraufhin lag ich 6 Monate im Krankenhaus.
Das war echt eine schwere Zeit und einen Studienplatz hatte ich auch nicht.
Aber ein Freund von mir erzählte mir von dieser Modeschule. Man konnte eine Zeitlang dort studieren ohne Aufnahmeprüfung um zu schauen ob dieser Studiengang einem liegt.
Und ich dachte, hmm, wieso nicht? Als es mir besser ging, fing ich dort sofort an und lernte die Schnittkontruktion, die Nähtechniken, die Maschinen haben mich total fasziniert!
Danach habe ich dann ganz normal diese Prüfung gemacht und konnte richtig anfangen zu
Studieren, da kam ich auch zum Drapieren und habe die menschliche Proportionslehre gelernt.
tamotsukondo.com
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Designer: Michael Sontag

27/01/2010

Derzeit fertigt Michael Sontag seine Herbst/Winter Kollektion 2010/11 und wird diese auf der kommenden Fashionweek 2010 präsentieren.
Die Kollektion wird sich natürlich von der Vorherigen unterscheiden, welche den Anschein asiatischer Inspirationen machte.

Ingesamt präsentiert er in etwa 25 Outfits, mit 70 Teilen.
Jung, frisch, dennoch erwachsen und elegant beschreibt er selbst seine Kleidung, die in Erdtönen wie beige, ocker und auch einem Rot auftreten wird.

Über seine Arbeit und deren Prozess sagt Michael Sontag, dass zunächst beliebig viele Kleidungsteile an der Schneiderpuppe drapiert werden und der zugehörige Schnitt danach gefertigt wird.
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90-76-98: Christopher Radtke

27/01/2010

90-76-98

Christopher Radtke macht Fotos, studiert Kommunikationsdesign und redet gerne über Mode.

Was hast du dir unter Kommunikationsdesign vorgestellt?
Klang halt gut. Ich habe mir überhaupt nichts drunter vorgestellt. Ich war jung und naiv und hatte sonst keine Ahnung, was ich machen sollte. Ich glaube das war einfach eine Beschäftigung. Mappe machen. Mappe machen. Mappe machen. Und plötzlich war ich drin.

Du wurdest beim ersten Mal direkt angenommen?
Nein Quatsch, nicht beim ersten Mal. Obwohl an der HTW schon. Klar. Aber ich habe mich natürlich auch woanders beworben.

Glaubst du, es ist an der HTW einfacher angenommen zu werden, als an „richtigen“ Kunsthochschulen?
Ja. Ehrlich gesagt ja. Ich meine, wie viele Leute wurden hier genommen?
40? Über 40? Während an der UdK oder KHB nur unter 20 genommen werden. Natürlich ist es einfacher.
Das ist schon peinlich einfach.
Jeder, der studiert hat eigentlich nicht wirklich eine Ahnung davon, wo er hin will.
Man studiert um Zeit zu schinden.
Ich zum Beispiel habe auch noch nicht richtig einen Plan davon, wo ich mal hin will.

Kann man nur durchs Studium Erfolg haben?
Nö. Muss man nicht. Ich meine, die erfolgreichsten Menschen haben nie studiert. Es gibt ja auch nicht wahnsinnig viel, was einem in der Uni beigebracht wird.
Man kommt hin, kriegt eine Aufgabe gestellt und muss dann sehen, wie man klar kommt.
Dir wird nicht wirklich gezeigt, wie du das am besten machen sollst.
Theoretisch könnte man das alles auch zu Hause machen, da brauchst du nicht in die Uni gehen. Ich glaube, das ist auch das Beste was du machen kannst : NICHT STUDIEREN! Allerdings solltest du dann schon einen konkreten Plan haben. Einfach irgendetwas mal durchziehen.

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Interview: Prof. Uwe Janssen

10/01/2010

Woher aus Berlin kommen Sie?

Ich bin eigentlich gar kein Berliner, ich bin gebürtiger Ostfriese und komme also von der Nordsee.

Wie sind Sie zur Mode gekommen? Hatten Sie vielleicht ein Kindheitserlebnis, das Sie dazu gebracht hat oder geprägt hat?

Absolut nicht. Es ist so, dass ich eigentlich eine ganz andere Idee hatte mit meinem Leben. Also Mode hat für mich vorher überhaupt keine Rolle gespielt. Was ich sagen kann, ist, dass Zeichnen für mich immer eine Leidenschaft war und das hat sich schon sehr früh in meiner Kindheit eingestellt.

Welchen Beruf hatten Ihre Eltern?

Wir hatten eine Landwirtschaft zu Hause.

Wo und was haben Sie studiert?

Wie gesagt, ich habe dann in Bremen studiert. Erst Modedesign, und dann habe ich noch die Möglichkeit genutzt, Grafikdesign zu studieren, habe aber da keinen Abschluss gemacht, weil es irgendwann dann richtig tolle Aufträge gab, die mich weiter gebracht haben und ich dann keine Zeit mehr hatte, das Diplom zu machen. Ich habe mich dann endgültig für die Modebranche entschieden.
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Interview: Esther Perbandt

16/12/2009

Die Berliner Designerin Esther Perbandt gründete 2004 ihr gleichnamiges Label und eröffnete vor gut einem Jahr einen Laden in der Almstadtstraße 3 in Berlin Mitte.

Hallo Esther! Vielen Dank, dass Du dir für dieses Interview Zeit genommen hast.

Wie hast du dein Label aufgebaut?
Ich habe zuerst in verschiedenen Ateliers gearbeitet, zwischendurch auch mal 1 1/2 Jahre zu Hause, dann wieder in einem anderen Atelier und seit letztem Jahr hier (im Laden).

Wo hast du deine Sachen verkauft, als Du noch keinen Laden hattest?
Auf Messen in Paris und Berlin. Also auch schon weltweit.

Warum hast du dich entschlossen, ein eigenes Label zu gründen?
Weil ich damals in Berlin bleiben wollte. Ich habe 2 1/2 Jahre in Frankreich gearbeitet und wollte aber gerne wieder nach Berlin zurück. Natürlich wollte ich im Modebereich arbeiten, aber es war damals noch stärker als heute klar, dass es nicht viele Jobs in diesem Bereich hier in Berlin gibt. Deshalb war es fast ein bisschen ein Selbstläufer, dass ich gesagt habe, ok, dann muss ich vielleicht was Eigenes versuchen.

Was hast du vorher gemacht? Welche Ausbildung hast du gemacht? Wo hast du gearbeitet?
Ich habe an der UDK, damals HDK, studiert und da das Diplom gemacht. Danach hab ich den European Master of Fashion and Textile Design gemacht, ein europäisches Projekt/Programm, was auch fast 15 Monate geht. Man studiert ein paar Monate an der Heimatuni und ein paar an einer teilnehmenden anderen Uni. Ich war 3 Monate in Utrecht und dann wieder 3 Monate zurück, die Kollektion fertig machen. Zum Schluss treffen sich alle, die an dem Zyklus teilgenommen haben, in Paris und machen dort den Abschluss, den Master. Der Abschluss war am IFM, dem Institute Française de la Mode, in Paris.
Diese Schule hat auch noch ein einjähriges Studium angeboten, was eher auf einem Post Graduates Niveau ist; das habe ich auch noch drangehängt. Also war ich ein Jahr und 3 Monate in Paris.
Danach bin ich von Paris aus nach Südfrankreich gegangen, weil ich dort ein Jobangebot hatte. Ich habe 15 Monate in Südfrankreich gearbeitet, bei der französischen Firma Chacoq. Kennt man nicht so in Deutschland, ist eher in Frankreich sehr bekannt. Die wollten ein komplettes Re-Design haben damals, und haben das Design-Team ausgetauscht. Und da war ich eben Teil davon. Ich habe dort ca 14/15 Monate gearbeitet und bin dann von dort aus wieder zurück nach Berlin.
Und dann fing das schon an mit dem Label.
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